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Was tun nach einem Unfall

➤Ihre Rechte nach einem Verkehrsunfall


1. Sicherung des Unfallortes nach einem Autounfall

Auch bei einem unverschuldeten Unfall müssen Sie schnell handeln.

Zunächst sichern Sie die Unfallstelle ab. Danach sollten Sie nach Möglichkeit, so schnell wie möglich Fotos von der Unfallendstellung der Fahrzeuge und dem Kennzeichen des gegnerischen KFZs machen (insbesondere wenn der Gegner sich nicht kooperativ zeigt). Machen Sie vor allem Fotos von dem gegnerischen KFZ. Versuchen Sie die Kontaktdaten der Zeugen aufzunehmen (Name, Adresse und Telefonnummer).

 

2. Verständigung der Polizei

Wenn der Sachschaden erheblich ist, der Unfallgegner die Pflichtangaben verweigert oder am Unfallort über die Schuld gestritten wird, sollten Sie die Polizei verständigen. Grundsätzlich können Sie aber immer die Polizei kontaktieren. Derjenige, der den Unfall zu verschulden hat, muss das Verwarnungsgeld bezahlen.

 

3. Daten des Gegners

Sie sollten das Kfz-Kennzeichen, die Kfz-Versicherung, den Namen und die Anschrift des Unfallgegeners (gegerischer Fahrer/in) sich notieren oder geben lassen.

 

4. Einschaltung eines Rechtsanwalts

Wenn Sie den Unfall nicht zu verschulden haben, sollten Sie so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt einschalten, denn die Kosten des Anwalts muss die gegnerische Kfz-Versicherung zu 100% übernehmen.

Ihr Autounfall wird dann von einem Rechtsanwalt geprüft, der die gegnerische Kfz-Versicherung anschreibt. Dabei tragen Sie kein Kostenrisiko, wenn der Unfall vom Gegner verursacht wurde, da die Kfz- Versicherung die Anwaltskosten übernehmen muss (Bundesgerichtshof, Urteil vom 10.01.2006 - VI ZR 43/05).

 

5. Kfz-Gutachter

Nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall haben Sie auch das Recht auf einen eigenen unabhängigen Kfz-Gutachter Ihrer Wahl.
Das ist Ihr gutes Recht, welches Sie ohne Ausnahme immer wahrnehmen sollten (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 30.11.2004, VI ZR 365/03).

 

100% Kostenübernahme bei einem unverschuldeten Unfall.